Ein Vortrag von Dr. Reinhard Schiller
Frühjahr 2010

 

Asthma ist eine weltweit zunehmende Volkskrankheit. Dieses und die Tatsache, dass es bei uns neue Einteilungs- und Behandlungsrichtlinien gibt, nahm der Referent zum Anlass, den sehr interessierten Zuhörern einige Eckpunkte näherzubringen.

Derzeit gibt es mindestens 300 Millionen Asthmatiker; bei uns sind 5% der Erwachsenen betroffen. Inzwischen hat aber jedes zehnte Kind Asthma, dabei sind nicht mitgezählt die vielen Kinder mit bronchialer Überempfindlichkeit, die eine Vorstufe von Asthma darstellen kann. Stark Asthma gefährdet sind vor allem Kinder mit Hautveränderungen (atopisches Ekzem). Wichtig ist, bei Kindern und Jugendlichen anzusetzen, und zu versuchen die Entwicklung von einem allergischen zu einem nichtallergischen Asthma (Intrinsic-Asthma) zu verhindern, denn dieses ist wesentlich schwieriger kontrollierbar.
Hierzu eignet sich die Hyposensibilisierungsbehandlung, bei der das betreffende Allergen, z. B. Baum- oder Gräserpollen in aufsteigender Konzentration gespritzt werden. Dies ist leider der einzige therapeutische Ansatz den die Industrie anbietet zur ursächlichen Behandlung eines Asthmas. Die sonstigen Behandlungen sind rein symptomatisch, wurden aber in der letzten Zeit verbessert. Hierzu gehört auch die Inhalationstherapie mit Kochsalz oder Medikamenten.
Sinnvoll sind auf jeden Fall Atemgymnastik, sekretlösende Therapie sowie Schulungsmaßnahmen.
Die neuen Einteilungs- und Behandlungsrichtlinien zielen nicht mehr auf den Schweregrad
der Asthmaform ab, sondern beschreiben lediglich, ob die Krankheit zum gegebenen Zeitpunkt kontrolliert, teilweise kontrolliert oder nicht kontrolliert ist. Es wird also flexibler behandelt und der Patient dann auch nicht mit starren Schemata therapiert, sondern je nach Symptomkontrolle. Die Behandlung zielt dabei darauf ab, dass die zugrunde liegende Entzündungsreaktion in Schach gehalten wird (Controller-Medikamente) und nur bei Bedarf bronchial erweiternde Mittel gegeben werden (Relieverpräparate). Durch dieses Regime kommt es kaum noch zu schweren Asthma-Anfällen und das ist ein deutlicher Fortschritt.

Solange noch keine dauerhaften bronchialen Veränderungen vorhanden sind, lohnt es sich nach Ansicht des Referenten, auch Naturheilverfahren einzusetzen. Es wird hierbei homöopathisch gearbeitet mit zum Teil gutem Erfolg. Es kann auch Akupunktur eingesetzt werden, wenngleich es hierbei selten Dauererfolge gibt.

Dr. Schiller behandelt hier gerne mit AK- kontrollierter Meridiantherapie; das heißt es werden gezielt energetische Blockaden des Lungenmeridians mittels biophysikalischer Informationstherapie abgebaut. Sobald der Meridian dauerhaft frei ist, besteht die Chance auf Stabilisierung, im Frühstadium auch Heilung. Dabei ist es aber erforderlich, mittels Spirometrie (Lungenfunktionstest) die Situation genau im Auge zu behalten und stets darauf zu achten, wie gut die Erkrankung kontrolliert ist (siehe oben).

Auf jeden Fall gilt es, durch intensives Management Spätstadien zu verhindern, bei denen die Patienten stark eingeschränkt sind, und unter Umständen auch fortlaufende Cortison- und Sauerstoffgaben benötigen. Leider gibt es auch uneinsichtige Asthmatiker die das Rauchen nicht lassen können, was den Krankheitsverlauf natürlich erheblich verschlechtert.

Es wurde noch die Abgrenzung zu anderen Formen von Atemnot besprochen,
wie z. B. COPD, Lungenembolie, Hyperventilation und andere. Es ergab sich eine lebhafte Diskussion, und es wurde klarer, dass – wie so oft – der Patient es in der Hand hat, trotz Asthma ein weitgehend ungestörtes Leben mit nahezu normaler Lebenserwartung zu führen.